Mein Notizsystem ist ein E-Mail-Entwurf
In Meetings öffne ich oft einen neuen Outlook-Entwurf und schreibe los. Outlook ist ohnehin offen. Ich muss keinen Ordner wählen, keinen Titel vergeben und keine Methode befolgen.
Beim nächsten Meeting drücke ich manchmal einfach Enter und schreibe darunter weiter. Nach ein paar Tagen stehen in demselben Entwurf Projektinformationen, lose Gedanken, Entscheidungen und Aufgaben.
Das Festhalten funktioniert erstaunlich gut. Das Wiederfinden und Erledigen weniger.
Ich wollte das Tempo behalten
Die offensichtliche Lösung wäre eine ordentlichere Notiz-App. Nur hilft sie mir nicht, wenn ich vor dem Schreiben bereits entscheiden muss, wo etwas hingehört.
Zettel dreht die Reihenfolge um: zuerst schreiben, danach sortieren.
Ein kleines Eingabefeld lässt sich aus jeder Anwendung öffnen. Ich tippe einen Gedanken, eine Aufgabe oder einen Termin und mache weiter. Zettel erkennt Formulierungen wie «bis morgen» oder «bis Freitag» als Frist. Eindeutige Befehle wie «Todo:» oder selbst definierte Regeln helfen dort, wo ich die Zuordnung schon kenne.
Automatik darf meine Notizen nicht verstecken
Kurze Einträge sind mehrdeutig. Ein halber Satz zwischen zwei Meetings lässt sich nicht immer zuverlässig einem Projekt oder Eintragstyp zuordnen.
Darum muss ich jederzeit sehen können, wo etwas gelandet ist. Eine falsche Zuordnung soll sich mit wenigen Handgriffen ändern lassen. Sonst ersetzt Zettel mein sichtbares Chaos nur durch ein unsichtbares.
Genau diese Korrektur arbeite ich im Moment noch aus.
Aktueller Stand
Zettel kann heute:
- ein schnelles Eingabefeld über jeder Anwendung öffnen
- Notizen, Aufgaben und Termine unterscheiden
- natürlich formulierte Fristen erkennen
- Begriffe per Regel Projekten und Themen zuordnen
- Einträge nach Thema und Fälligkeit anzeigen
- an offene Aufgaben erinnern
Die App läuft momentan nur auf macOS und ist noch nicht öffentlich verfügbar. Eine Windows-Version ist geplant.
Gebaut mit
- Tauri
- Rust
- React
- TypeScript


