Ich bin Pascal.

Mich fasziniert, was man heute alles bauen kann, wenn man eine klare Vorstellung hat und gut erklären kann, was daraus werden soll. Am meisten Spass macht mir der Weg vom ersten Gedanken bis zu dem Moment, in dem etwas tatsächlich funktioniert und ich es selbst gern benutze.
Meistens fängt es in meinem eigenen Alltag an
Heyapply entstand während meiner Stellensuche, als ich merkte, wie viel Zeit eine wirklich gute und passende Bewerbung braucht. Memember baue ich, weil ich aus Meetings manchmal mit vielen Gedanken, aber nicht mit allen wichtigen Notizen herauskomme. Und den Kids Music Player baute ich, weil mein Sohn selbst Musik hören wollte und wir keine Lösung fanden, die für ihn wirklich funktionierte.
Viele meiner Projekte beginnen genau so: Etwas stört mich, fehlt mir oder lässt mich nicht mehr los. Irgendwann möchte ich nicht länger nur darüber nachdenken, sondern herausfinden, ob ich selbst eine bessere Lösung bauen kann.
Nicht aus jeder Idee soll eine Firma werden. Manche Projekte werden öffentlich, andere bleiben kleine Werkzeuge für mich oder meine Familie. Manchmal reicht es mir auch, eine Idee ernsthaft ausprobiert und dabei verstanden zu haben, weshalb sie funktioniert oder eben nicht.
Was ich beim Bauen gelernt habe
01
Nicht jede Idee sofort anfangen
Ich würde am liebsten fast alles bauen, was mir durch den Kopf geht. Wenn ich aber mit jeder neuen Idee sofort beginne, habe ich schnell zu viele Projekte gleichzeitig. Deshalb schreibe ich sie zuerst auf und komme ein paar Tage oder Wochen später darauf zurück.
Wenn mich eine Idee dann noch immer beschäftigt und ich im Kopf bereits über mögliche Abläufe nachdenke, ist das meistens ein gutes Zeichen. Andere verlieren ihren Reiz von selbst. Das bedeutet nicht, dass sie schlecht waren. Sie mussten nur nicht unbedingt sofort gebaut werden.
02
Nicht alles muss ein Geschäft werden
Software zu bauen ist durch KI sehr viel einfacher geworden. Ein funktionierendes Produkt allein reicht aber noch lange nicht aus, um viele Menschen zu erreichen. Aufmerksamkeit, Vertrauen und eine bestehende Nutzerbasis lassen sich nicht genauso schnell aufbauen.
Deshalb versuche ich nicht, jede Idee danach zu beurteilen, ob daraus ein grosses Geschäft werden könnte. Viel wichtiger ist mir, dass mich das Problem interessiert und ich selbst Freude am Produkt habe. Sobald die erste Euphorie vorbei ist, braucht es nämlich genügend persönliche Motivation, um weiterzumachen und sich auch um die vielen kleinen Dinge zu kümmern, die ein Produkt am Ende gut machen.
03
Klein anfangen
Bei einer ersten Version versuche ich nicht mehr, bereits das ganze Produkt zu bauen. Sie soll zunächst nur zeigen, ob der wichtigste Teil der Idee überhaupt funktioniert.
Dafür brauche ich noch nicht jede Einstellung, jeden Sonderfall und alle Funktionen, die später vielleicht einmal sinnvoll wären. Je kleiner ich beginne, desto schneller merke ich, ob an der Idee wirklich etwas dran ist oder ob sie nur in meinem Kopf gut funktioniert hat.
04
Das eigene Produkt benutzen
Solange ich mir ein Produkt nur anschaue, kann ich mir vieles schönreden. Die wirklichen Probleme entdecke ich meistens erst dann, wenn ich es im Alltag brauche und gerade keine Geduld für unnötige Schritte habe.
Deshalb benutze ich meine eigenen Produkte so früh wie möglich selbst. Dabei merke ich schnell, welche Funktionen tatsächlich helfen, was noch fehlt und welche Dinge ich zwar eingebaut habe, aber eigentlich nie brauche.
Wie ich an einer Idee arbeite
Bevor ich mit dem Bauen beginne, versuche ich möglichst genau zu verstehen, welches Problem ich lösen möchte und wie die einfachste brauchbare Version aussehen könnte. Ich spiele verschiedene Abläufe durch, stelle meine eigenen Annahmen infrage und versuche herauszufinden, was das Produkt wirklich können muss.
Auch bei der Gestaltung werde ich möglichst konkret. Begriffe wie «modern» oder «clean» helfen nur begrenzt. Deshalb gebe ich Claude Code viele Referenz- und Inspirationsbilder mit. Das können einzelne Elemente, ganze Apps, Dashboards oder Landingpages sein. Es geht nicht darum, etwas zu kopieren. Die Bilder helfen dabei, genauer zu zeigen, welche Art von Aufbau, Stil und Bedienung ich suche.
Viele meiner wiederkehrenden Vorstellungen habe ich inzwischen in eigenen Skills festgehalten. Darin steht zum Beispiel, wie ich Landingpages gerne aufbaue, worauf bei der Bedienung geachtet werden soll und welche gestalterischen Lösungen meistens nicht zu mir passen. Dadurch beginnt Claude Code bei einem neuen Projekt nicht jedes Mal bei null. Eine neue Landingpage liegt oft schon mit der ersten Version ungefähr zu achtzig Prozent in der Richtung, die ich mir vorgestellt habe. Die letzten zwanzig Prozent brauchen dann meistens trotzdem noch einige Runden.
Bei wichtigen Entscheidungen lasse ich ausserdem gründlich recherchieren. Ich möchte wissen, wie die besten vergleichbaren Produkte ein Problem lösen, welche Ansätze sich bewährt haben und wo andere Lösungen ihre Schwächen haben. Dabei soll die KI meine Idee nicht einfach bestätigen. Ich lasse bewusst nach Gegenargumenten und besseren Möglichkeiten suchen, bevor ich mich auf eine Richtung festlege.
Womit ich aktuell baue
Der grösste Teil der eigentlichen Umsetzung passiert heute in Claude Code. ChatGPT nutze ich vor allem für Brainstorming, Texte, Recherchen und um lose Gedanken gemeinsam weiterzuentwickeln.
Welche Technologien darunter zum Einsatz kommen, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Häufig arbeite ich mit Next.js, TypeScript, React Native, SwiftUI, Supabase und Vercel. Diese Werkzeuge verändern sich laufend und ergeben sich meistens aus dem, was ich gerade bauen möchte.